Fitness

Bewegung, Kondition, Spiel und Spass. Natürlich für alle interessierten Damen und Herren. Hier findest du alle Trainingszeiten.

Rückenturnen/Pilates

Unter der Leitung von Margrit Bochsler, dipl. Rücken- und Pilatestrainerin, Sport Union Schweiz, führen wir eine neue Trainingsgruppe Rückenturnen/Pilates. Das Training findet jeweils montags von 18:15-19:30 Uhr im Spiegelsaal Wiesental (Eingang TH Wiesental) statt. Margrit freut sich auf viele interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Winterfit beim TSV Concordia Baar

Wir können es kaum erwarten mit den Skiern oder Snowboards die Pisten oder im freien Gelände runter zu sausen. Auch freuen wir uns aufs Langlaufen, Schneeschuhlaufen und Winterwandern. Doch untrainiert birgt die Wintersportfreude ein gehöriges Verletzungsrisiko.
Unser Verein bietet ein ausgewogenes Winterfit-Training mit den Schwerpunkten Kraft, Koordination und Beweglichkeit für Jedermann/-frau. Wer sich regelmässig bewegt, bleibt körperlich und geistig in Form. Fit und verletzungsfrei durch den Winter, das ist unser Ziel.

Das Training findet jeweils ab Ende Oktober bis Anfangs Februar statt.

Kosten:
— Für Vereinsmitglieder TSV Concordia Baar: kostenlos
— Für Nicht-Mitglieder: Winterfit-Abo zu CHF 50.-

Kontakt:
Moni Annen

Spezialtraining - Ruderkurs

An zwei Donnerstagabenden stand ausnahmsweise kein Turnen auf dem Programm, stattdessen hatte Ida Imholz zu einem Spezialtraining in Form eines Ruderkurs eingeladen.

Somit trafen sich am 12. September 2019 bei sommerlichen Temperaturen neun TSVler auf der Terrasse des See-Club Zug, um erste Erfahrungen im Rudern zu sammeln. Es begrüsste uns Simon Scheurer, der im «echten» Leben Primarschullehrer ist und abends ehrenamtlich für den See-Club Kurse durchführt, um die Clubkasse aufzubessern und den Rudersport den Leuten näher zu bringen. An seiner Seite stand ihm eine echte Fachfrau, Manon Büchel, Schweizer Meisterin im Frauenachter.

Nachdem uns einige grundsätzliche Informationen mitgeteilt wurden und die Vorkenntnisse geprüft wurden (nicht vorhanden), ging es schnell in die «heiligen Hallen» des Vereins: Das Bootshaus, wo Ruderboote in allen Grössen gelagert sind. Entschieden wurden sich für ein 4er- und ein 5er-Boot. Bei kleineren Booten wäre die Gefahr des Kenterns zu gross gewesen, das 8er Boot war schlicht zu wertvoll, um es einer Anfängertruppe wie uns anzuvertrauen. Anschliessend wurde jedem ein paar Ruder übergeben. Diese sind alles andere als beliebig, sondern jedes Ruderpaar gehört zu genau einer Position an genau einem Boot.

Danach hiess es erstmal gemeinsam anpacken. Auf Kommando wurden die beiden Boote gehoben und aus dem Bootshaus heraus auf zwei Höcker auf der Uferwiese getragen. Alle standen etwas unschlüssig um die Boote, als es um die Aufteilung der Sitzverteilung ging. Schnell war geklärt wer in welchem Boot sitzt, waren wir schliesslich 4 Frauen und 5 Männern. Schwieriger war schon die Abklärung der Sitzposition. Wer vorne sitzt muss den Takt angeben, der hinterste bedient die Fusssteuer und ist für das Navigieren verantwortlich (und persönlich haftbar im Schadensfall?), wo dazwischen hat man vor und hinter sich rudernde Kollegen mit denen man ins Gehege kommen kann - und kommen wird. Dann hiess es noch einmal auf Kommando hoch mit dem Boot, diesmal mit Ziel Wasserufer.

Mit mulmigem Gefühl wurde schwankend Platz genommen, das Ruder in die «Dolle» (= Halterung) eingeführt und uns Anfängern erstmal die «Sicherheitsposition» erläutert. Das ist die Position, die man einnehmen soll, wenn es mal etwas zu sehr schwankt und das Boot sich stabilisieren soll. Kleiner Anschubs von den Betreuern, schon waren 5 Mann und 4 Frau in einem Boot auf sich alleine gestellt. Mit schüchternen Ruderversuchen entfernten wir und langsam Stück für Stück vom Ufer. So mancher war dann noch etwas verwirrt ob der Tatsache, dass man rückwärts rudert und somit Vorne Hinten und Hinten Vorne ist.

Doch Rettung nahte, nach einigen Minuten Irrfahrt kamen Simon und Manon im Motorboot angesaust und gaben wertvolle Tipps zur Rudertechnik und wie wir uns untereinander koordiniert bekommen. Von da an trauten wir uns schon etwas kräftigere Züge zu. Allerdings kamen wir uns meist nach ein paar Schlägen dennoch ins Gehege, so mancher wollte mit seinem Griff gar dem Vordermann das Hemd vom Leibe reissen. Dann hiess es erstmal die oben erwähnte Sicherheitsposition einnehmen, bis jemand lautstark das Kommando «Miteinand, weg!» gab und das Spiel von vorne begann. Doch nach und nach stellten wir uns aufeinander ein, die Sequenzen, die wir am Stück ruderten wurden immer länger, das Boot folglich immer schneller. Ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis stellte sich ein und so konnten wir schliesslich bei absolutem Traumwetter den Sonnenuntergang am Zugersee und das Abendrot geniessen.

Wieder an Land gekommen, hiess es noch einmal anpacken, mit vereinten Kräften wurden die Boote in umgedrehter Position auf die Höcker an der Uferwiese gehoben. Mit Giesskannen wurde sauberes Wasser auf den Booten ausgeschüttet, mit Lappen abgewischt, bis es einigermassen trocken wieder war.

Werden wir es nächste Woche noch einmal wagen?

Ja, die Woche darauf fanden sich gar 10 TSVler in leicht geänderter Formation am Ufer des Zugersees ein. Diesmal waren auch die Frauen zu fünft, somit wurden wir mir zwei 5er-Booten ins Wasser gelassen. Interessant zu sehen war, wie viel einfacher und flüssiger von Anfang an uns das Rudern fiel. Jedes Boot hatte zudem einen Neuling zu «verkraften», diese reihten sich nahtlos in das eingespielte Team ein. Ein Erfolgserlebnis auch für unsere beiden Trainer, die sich sichtlich zufrieden zeigten, auch wenn sie uns eine Wettkampffähigkeit zumindest noch nicht bescheinigen wollten.

Ein besonderer Dank gilt denn auch Simon Scheurer und Manon Büchel vom See-Club Zug, die uns auf lockere und ungezwungene Art den faszinierenden Sport näher brachte und einen fast intimen Einblick in die Ruderszene gewährten.